Offene Bücherzelle beim Nachbarschaftsgarten Arenbergpark (Landstraße)

„Was tun mit den bereits gelesenen Büchern, die daheim im Bücherregal verstauben? Wohin mit den alten Telefonzellen, die im Zeitalter des Handys nur selten genutzt werden?“ fragten sich die aktiven BewohnerInnen der Agendainitiative „Tauschen-Teilen-Reparieren“, die sich ua. mit dem Thema  Reuse & Recycle von Informationen und Material  beschäftigen. So wurde das Konzept der „offenen Bücherzelle“ aufgegriffen und nun gemeinsam mit den engagierten GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens Arenbergpark im 3. Wiener Gemeindebezirk verwirklicht.
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Bezirksvorsteher-Stellvertreter Rudi Zabrana brachte bei der Eröffnung im Rahmen des Sommerfestes am 26. August 2015 Bücher zum Teilen und Tauschen mit und bedankte sich bei der Obfrau des Nachbarschaftsgartens, Petra Sallaba, und den Mitwirkenden für dieses innovative und nachhaltige Nachbarschaftsprojekt im 3. Bezirk:

Eine ausgediente Telefonzelle wurde kostenlos von A1 Telekom zur Verfügung gestellt und von den lesefreudigen LandstraßerInnen zum wetterfesten Bücherregal umfunktioniert.

offene Bücherzelle

Nach dem Prinzip „Nimm, Bring und Lies“ kann jedeR Bücher mitnehmen, lesen und zurückbringen oder ein anderes Buch einstellen! Ein Kreislauf, der sich selbst erhält und auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Die erste, offene Bücherzelle im Dritten ist jederzeit und für alle kostenlos (ohne Anmeldung oder Mitgliedschaft) nutzbar. Je mehr Menschen beim Büchertausch-Angebot mitmachen, desto vielfältiger wird es. Für Bücher zum Thema Garteln gibt es einen besonderen Platz im Regal!

Das Anliegen der GärtnerInnen ist es, eine Verbindung zu schaffen zwischen ParkbesucherInnen und GärtnerInnen. Die neue Bücherzelle neben dem Eingang zum Nachbarschaftsgarten Arenbergpark lockte bei der Eröffnung viele interessierte LeserInnen an. Schon beim Aufbau zeigte sich, dass die offene Bücherzelle ein Ort der Begegnung ist!

BücherEin Projekt des Gemeinschaftsgartens Arenbergpark und der Agendainitiative Tauschen-Teilen-Reparieren mit freundlicher Unterstützung der Bezirksvorstehung Landstraße und des Stadtgartenamtes Wien.

 Infos zum Nachbarschaftsgarten Arenbergpark & Juchgasse: www.nachbarschaftsgarten.la21wien.at

Der Albertgarten

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Seit Mai 2015 wird im Albertgarten – der Gemeinschaftsgarten am Albertplatz – fleißig gegartelt!

Natürlich ist dem ein längerer Prozess vorangegangen, wie in unserer Nachlese berichtet. Im Mai war es soweit, die Hochbeete wurden angeliefert und mit Erde befüllt. Die Gärtner/innen, die per Los zusammengewürfelt wurden, konnten nun bepflanzen – euphorisch, skeptisch, freudig und gemeinsam.

 

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Sie alle hatten anfangs viel zu diskutieren und mussten sich auf Vieles einigen. Das gemeinsame Leben im Garten musste organisiert werden- vom Gießen bis hin zum Umgang mit Dünger, Kompost, Schädlingen, Gartengeräten oder den Randbepflanzungen. LA21-8_Albertgarten_3

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Die Fotos sprechen für sich – der Garten gedeiht wunderbar!

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Inzwischen wurde auch diskutiert und festgelegt, wie die Beete in den kommenden Jahren an Interessierte weitergegeben werden. Der Albertgarten ist ein Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgarten – kein Schrebergarten!
Wie können Bildungseinrichtungen auch nachhaltig eingebunden werden und wie kann die Gemeinschaft, die in der Zwischenzeit entstanden ist, gepflegt und erhalten werden?

Derzeit wird auch an einer Homepage gewerkt, damit auch andere Interessierte, die nicht regelmäßig vorbeigehen, informiert bleiben und das Projekt seine Früchte auch im worldwideweb präsentieren kann.

Radroute vom Rosenhügel nach Rodaun

Am 28. Juli beradelte die Agendagruppe Radfahren in Liesing die Relation vom Rosenhügel über Mauer nach Rodaun, um Möglichkeiten für eine attraktive Radroute zu finden. Es stellte sich dabei heraus, dass es gar nicht so einfach ist, hier eine Radverbindung zu schaffen, die auch für weniger geübte RadfahrerInnen ausreichend Sicherheit bietet. Während zB die Rosenhügelstraße durch bauliche Veränderungen zu einer hoch attraktiven Radroute umgebaut werden könnte, sind die Möglichkeiten in der Speisinger Straße hingegen  sehr gering – aufgrund des Geländes fehlen auch alternative Routen in diesem Abschnitt.

Rosenhügelstraße
Die Rosenhügelstraße bietet aufgrund ihres Querschnittes Spielraum für Radfahranlagen.

Zwischen Mauer und Rodaun könnten zumindest einzelne Straßenabschnitte fürs Radfahren attraktiver gestaltet werden, der nicht zu verachtende Geländesprung bei der zudem stark befahrenen Rodauner Straße bleibt jedoch bestehen.

Ideal wäre es, einen Radweg entlang der Trasse der Straßenbahnlinie 60 anzulegen. Die Steigungen wären gering und der Weg würde abseites des Autoverkehrs verlaufen. Die Finanzierung so eines Projektes ist allerdings äußerst schwierig und erscheint auch der Gruppe derzeit wenig realistisch, da teilweise in einen bestehenden Geländeeinschnitt eingegriffen und bei der Brücke über die Breitenfurter Straße ein Steg angehängt werden müsste. Über diese Option nachdenken sollte man aber trotzdem, könnte dadurch doch ein Quantensprung für Radfahrende auf der Relation Perchtoldsdorf – Rodaun – Mauer erreicht werden.

Straßnbahntrasse 60  Straßenbahntrasse 60 Die Straßenbahntrasse im Geländeeinschnitt zwischen Mauer und Rodaun

Dass sich das Engagement der Gruppe lohnt zeigt übrigens die soeben fertig gestellte Umgestaltung der  Kreuzung Levasseurgasse – Breitenfurter Straße in Atzgersdorf. Hier konnte auf Vorschlag der Gruppe und in Zusammenarbeit mit dem Bezirk und der MA28 eine Lösung gefunden werden, die das Queren der Straße deutlich sicherer macht.

Einfahrt Levasseurgasse, neue Radwegmarkierung
Einfahrt in die Levasseurgasse wurde durch eine Verlegung der Ampel, Radwegmarkierung und einer zusätzlichen Aufstellfläche deutlich verbessert.

Mädchen sorgen für neue Beleuchtung auf dem Reumannplatz

Beim Sicherheitstag für Mädchen auf dem Reumannplatz im Jänner 2015, organisiert von der Lokalen Agenda Favoriten in Kooperation mit der Bezirksvorstehung Favoriten, der Polizei und dem Samariterbund, wurden Mädchen gefragt, was ihnen auf dem Reumannplatz gefällt und welche Verbesserungen zur Sicherheit beitragen würden. Beim Fest am 16. Juni konnten die ersten Verbesserungen bereits gefeiert werden.

Auf Initiative der Agendagruppe „Favoriten für Mädchen, Mädchen für Favoriten“ wurde der erste Sicherheitstag für Mädchen auf dem Reumannplatz ins Leben gerufen. Es gab zahlreiche Rundgänge über den Reumannplatz und zur U-Bahn Station mit über 280 Mädchen aus 15 Schulen aus ganz Favoriten. Neben Ideen zur Gestaltung des Platzes und Möglichkeiten diesen „mädchenfreundlicher“ zu machen, wurden von den Schülerinnen auch Angsträume aufgezeigt und gemeinsam mit den Polizistinnen und Polizisten besprochen, wie diese verbessert werden könnten.

Besonders häufig nannten die Mädchen die schlechte Beleuchtung und die Angst vor dunklen Ecken. Daraufhin organisierte das Agendabüro im März 2015 eine Begehung mit den zuständigen Magistratsabteilungen. Dank der Unterstützung der Bezirksvorstehung Favoriten wurden als Sofortmaßnahme innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Beleuchtungsmasten aufgestellt, die seither für eine bessere Beleuchtung des Reumannplatzes sorgen. Vor einigen Wochen wurde ein Teil des Reumannplatzes bereits mit neuen LED Lampen ausgestattet, um die Sicherheit in der Nacht nochmals zu erhöhen.

 

Mädchen erobern den Reumannplatz

Beim Fest auf dem „ReuMÄDCHENplatz“ am 16. Juni 2015 zeigten sich die Mädchen erfreut, dass ihre Anliegen von der Bezirksvorstehung Favoriten ernst genommen wurden. Sie präsentierten den Erwachsenen und anderen Schülern stolz, dass ihre Vorschläge für eine bessere Beleuchtung am Platz rasch umgesetzt wurden.

Das Fest bot zudem ein buntes Programm mit Theater Aufführung, Musik, gemeinsamen Kochen und vielen Stationen zum Thema Sicherheit auf dem Reumannplatz. Ein Mitmach-Programm für Kreative und Aktive mit Workshops wie Urban-Knitting und offenem Bücherschrank mit der Wanderklasse, sowie einem Tanz-Flashmob mit über 60 engagierten Mädchen sorgten für Action auf dem Reumannplatz. Über 250 begeisterte SchülerInnen waren mit dabei!

Das Fest für einen kreativen und aktiven Reumannplatz wurde von der Agenda Favoriten in Kooperation mit der Polizei Favoriten, dem Arbeiter-Samariterbund, der Volkshochschule Favoriten, der Wanderklasse, FoodX und Community Cooking (ein Projekt der Caritas Wien Stadtteilarbeit) organisiert. Unterstützt wurde die Aktion von der Bezirksvorstehung Favoriten und der Grätzloase.

Alle Informationen zum Projekt und zur Gruppe Favoriten für Mädchen – Mädchen für Favoriten finden Sie hier. Und auf unserer Facebook Seite.

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Foto 1: Die Mädchen freuen sich über die neue, verbesserte Beleuchtung auf dem Reumannplatz.

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Foto2: Das Fest bot viel Action und Spaß auf dem ReuMÄDCHENplatz. Im Bild: Flashmob mit Schülerinnen der NMS Herzgasse 27.

Beim Essen kumman d`Leit zam – Interkultureller Dialog in der Bürgergasse

Die Agendagruppe „Inter-Kultureller Dialog“ lud am Dienstag, 9. Juni 2015, zum gemeinsamen Kochen und Essen ein. In Kooperation mit Community Cooking (ein Projekt der Caritas Wien Stadtteilarbeit) wurde vor dem Agendabüro in der Bürgergasse 14 gemeinsam geschnitten, gewürzt und gekocht – aber vor allem wurde miteinander geredet.

Viele Interessierte und Mitglieder von Agendagruppen sowie NachbarInnen nutzten die Gelegenheit für ein gemütliches Zusammensein. Gemeinsam mit den Nachbarschaftsköchinnen der Caritas wurde ein Gericht aus Ägypten und der Türkei zubereitet. Viele haben begeistert bei der Zubereitung mitgeholfen und dabei NachbarInnen, andere Aktive und verschiedene Kulturen kennengelernt.

Für alle, die gerne das Gericht zu Hause zubereiten wollen, haben wir hier das Rezept. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, Ihre NachbarInnen kennenzulernen, gemeinsam zu kochen und zu genießen – probieren Sie es aus! Möglichkeiten fürs gemeinsame Kochen bietet auch die Gemeinschaftsküche in der Brotfabrik

Türlü oder Mesekaa

2 Kilo Melanzani

½ Kilo Erdäpfel

3 Paprika

½ Kilo Tomaten

8 Zehen Knoblauch

250g Tomatenmark

Sonnenblumenöl

Salz

2 Dosen (400g.) Kichererbsen

2 Gläser Wasser

 

Zubereitung:

Melanzani, Erdäpfel, Paprika und Tomaten in Scheiben schneiden.

Knoblauch schälen und ganz klein schneiden. Danach mit Öl anbraten und Tomatenmark und Wasser dazu geben. 5 Minuten köcheln lassen.

In einem großen Topf Melanzani, Erdäpfel, Paprika und Tomaten in Schichten hineingeben und mit Salz bestreuen. Dann noch eine Schicht Melanzani hinzufügen, die Kichererbsen drüber streuen und am Schluss noch die Tomatensauce über alles leeren. Abdecken und 30 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf noch Wasser hinzufügen.

 

Reis

½ Kilo Basmati Reis

2 Dosen (400g) Kichererbsen

1 Glas Scheria Nudeln

Sonnenblumenöl (ca. 50 ml)

Butter oder Margarine (50g)

Wasser

Salz

Pfeffer (nach dem Kochen)

 

Zubereitung

Scheria im Öl golden braten, danach Reis und Butter dazugeben und vermischen. Dann Kichererbsen, Wasser und Salz hinzufügen. Abdecken bis das Wasser weg ist, danach auf der niedrigsten Stufe auf dem Herd lassen.

 

Alle Informationen zur Agendagruppe finden Sie hier.

Für Informationen zu Community Cooking:

Brotfabrik Wien

Absberggasse 27- Objekt 19

1100 Wien

Email: community.cooking@caritas-wien.at

Tel: 0676 51 51 789

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Stolz präsentieren Sam Osborn (Caritas Wien) und Hermine Steinbach-Buchinger zusammen mit einem Nachbarn die Zutaten für das gemeinsame Kochen.

 

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Gemeinsam mit Bezirksrat Gerhard Blöschl (Vorsitzender der Steuerungsgruppe der Agenda Favoriten) bereiten Interessierte, Mitglieder der Agendagruppen und des Agendateams die Zutaten vor.

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Es wurde gemeinsam ein Gericht aus Ägypten und der Türkei zubereitet. Die Nachbarschaftsköchinnen mit Bezirksrat und Vorsitzenden der Steuerungsgruppe der Agenda Favoriten Gerhard Blöschl.

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Gemeinsam mit interessierten BewohnerInnen und Gästen bereiten die Nachbarschaftsköchinnen der Caritas ein leckeres Gericht zu

 

 

Generationendialog und Lebenswelten Liesing

Die unterschiedlichen Lebenswelten kennen zu lernen ist ein Ziel des Generationendialoges, das auch im ersten Halbjahr 2015 von der Agenda Gruppe verfolgt wurde.

Lebenswelten im Tageszentrum Liesing

SchülerInnen der 5C der BRG/ORG, Anton Krieger Gasse verbrachten mehrere Vormittage im Tageszentrum Liesing (TAZ). Sie lernten die Lebenswelten der BesucherInnen kennen, u.a. 2 ArchitektInnen aus Bulgarien, die viel über ihre „Heimat“ erzählten. Das war ein guter Anknüpfungspunkt für die Jugendlichen, deren Eltern aus Ägypten, Iran, Polen, Rumänien, Serbien, Somalia, Österreich, Türkei und Tschetschenien sind. Soviel Sprachkompetenzen an einem Ort war wieder einmal beeindruckend.

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Welche Berufe es früher gegeben hat und heute nicht mehr war ein spannendes Thema, aber auch welche Musik, Filme usw. die unterschiedlichen Generationen mögen. Nicht nur reden, sondern auch singen und Stuhltänze waren beliebt. Zur Erinnerung an diese gemeinsame Zeit entstand eine kleine Broschüre, an der die Mitwirkenden große Freude hatten.

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Der „neue“ Direktor Stefan Dinhof lud die SchülerInnen und Prof. Manfred Car ein, im Herbst wieder einen gemeinsame längerfristige Aktion zu planen und umzusetzen.

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Lebenswelten 2016 am Mühlengrund

Im Haus am Mühlengrund wurde mit BewohnerInnen und Jugendlichen einen Kalender 2016 erarbeitet, der der Kreativität kaum Grenzen setzteJ. Dafür sorgte wieder einmal Manfred Car mit SchülerInnen des Oberstufentrainings FMS/13/23.

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In tollem Rahmen wurde der Kalender am 23.6.2015, unter Teilnahme von Direktorin Karin Waidhofer, Bezirksvorsteher Bischof und ca. 100 BewohnerInnen, präsentiert.

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Tatkräftig unterstützt wurde die Aktion von Animator Christian Klein und der Koordinatorin für ehrenamtliche Arbeit Andrea Braunsteiner-Riedel.

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Eine Überraschung für das Publikum war der gemeinsame Auftritt von Alt und Jung in der Trommelgruppe des Hauses, die von Herrn Klein geleitet wurde. ZuschauerInnen waren von der Qualität der Trommelgruppe begeistert und es entstanden Pläne, sich bei Herrn Klein anzumelden.

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 Wir kommen wieder war die Botschaft der Jugendlichen für die BewohnerInnen!

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Mit dem Rad von Wien nach Mödling und umgekehrt

TeilnehmerInnen der Beradlung

Im Wissen, dass Radfahren nicht an den Bezirksgrenzen endet, beschäftigt sich die Agendagruppe Radfahren in Liesing schon von Beginn an auch mit den grenzüberschreitenden Radrelationen zwischen Wien und Niederösterreich. Eine wichtige Langstreckenverbindung ist in diesem Zusammenhang die Route zwischen Wien und Mödling.

Am 19.Juni hat daher die Agendagruppe gemeinsam mit am Radverkehr interessierten Personen aus Niederösterreich mögliche Routen zwischen Bahnhof Wien Liesing bzw. U-Bahn Station Siebenhirten und Bahnhof Mödling befahren.

Trotz des regnerischen Wetter waren fast 20 Personen mit dabei, unter anderen Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Martin Schuster für die Gemeinde Perchtoldsdorf, Vbgm. Gerhard Wannenmacher für die Stadtgemeinde Mödling, Vbgm. Matthias Müller für die Gemeinde Brunn am Gebirge, Andreas Hacker vom Stadtumland-Management sowie Martin Blum von der Mobilitätsagentur Wien – um nur einige zu nennen.

Eine überraschende Erkenntnis für alle war, wie rasch man mit dem Fahrrad schon jetzt von Wien-Liesing nach Mödling kommt. Für eine leistungsfähige, schnelle und sichere Radverbindung sind zwar noch einige Verbesserung notwendig, die Voraussetzungen für eine rasche Umsetzung sind aber gegeben.

Diese Langstreckenverbindung zwischen Wien und Mödling könnte jedenfalls einen wichtigen Beitrag zur Entspannung der grenzüberschreitenden Verkehrsproblematik leisten. Die Befahrung sollte ein erster Schritt gewesen sein, die Planungen nun auch im Detail zu beginnen.

Route (für größere Darstellung bitte anklicken):

Befahrene Route   IMG_0918Offizieller RadwegSchotterweg über ein Feld Inoffizieller Weg

 

miteinander kochen, miteinander essen, miteinander reden (Ella Stammersdorf)

Das war das Motto der Initiative „Gemischten Satz“ am 20. Juni im Seminarraum des Biohofes Nr.5 in Stammersdorf. Andrea Buhl, Profiköchin der „Kocherei in der Winzerhofküche“ unterstütze 16 StammersdorferInnen unterschiedlicher Generationen dabei, ein leckeres Menü zu zaubern.

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Um 16.00 Uhr war es dann soweit, die ersten TeilnehmerInnen trudelten ein und der zunächst leere Tisch füllte sich stetig mit mitgebrachten Lebensmitteln. Jede/r brachte zwei oder auch mehr Lebensmittel mit, die für ihn/sie eine große Bedeutung haben. So sammelten sich Paprika an, die in Ungarn liebend gern gegessen werden, Knödelbrot das im Innviertel nicht wegzudenken ist, Speck vom Stammersdorfer Mangalitza Schwein, Chilis aus der hauseigenen Zucht, ein Gemüsekorb, der am Tag zuvor bei einer Tombola gewonnen wurde und vieles mehr.
Nach der ersten Ratlosigkeit was mit all den leckeren Lebensmitteln alles gekocht werden könnte, half Andra Buhl bei der Ideenfindung. Eine lange Liste an tollen Gerichten wurde gesammelt und bereits der Gedanke an das baldige Festmahl ließ einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Die ersten Zwiebeln wurden geschnitten, Kartoffeln geschält, griechischer Käse mit Speck ummantelt und die Kuchenform mit Butter ausgestrichen. Nach eineinhalb Stunden schnippeln, hacken, stampfen, kneten, rühren, reden, witzeln und lachen war es soweit. Das Menü konnte angerichtet werden.
Der „Gemischte Satz“ erfreute sich eines herrlichen Abendessens mit Karfiol-Brokkoli Cremsuppe, Rote Rüben- und Käseknödel, Feta im Speckmantel, Erdäpfelkas, Matjesaufstrich, Backofengemüse, Reibekuchen, Couscous Salat und als Nachspeise Apfel Schoko Muffins.
Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, es war ein gelungener Nachmittag der sobald wie möglich wiederholt werden sollte! Dabei entstand auch eine weitere Idee: Bei einer nächsten Kocherei z.B. ein Thema herauszugreifen und dieses im Laufe des Abends gemeinsam zu diskutieren. Wir sind gespannt auf den Herbst, wo der „Gemischte Satz“ mit einer weiteren Aktion von sich hören lässt.
Die Initiative „Gemischter Satz“ wurde im Jahr 2014 von Elisabeth Schauppenlehner und Lotte Larsen gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht Jung und Alt, Neu zugezogen und fest verwurzelt in Stammersdorf zu vernetzen. Gemeinsam wollen sie die Potenziale der Vielfalt und Gegensätze aktivieren, Raum für Begegnung und Austausch öffnen, von- und miteinander lernen, zusammen aktiv sein und StammersdorferInnen aller Ortsteile, aller Generationen und aller Wurzeln näher zusammenbringen.

 

 

 

Rückblick: Fest auf dem ReuMädchenplatz und Ausstellungseröffnung

Mädchen erobern den Reumannplatz

Die Agendagruppe „Favoriten für Mädchen, Mädchen für Favoriten“ lud am Dienstag, 16. Juni 2015 von 9:00 bis 13:00 Uhr auf den ReuMädchenplatz ein. In Kooperation mit der Polizei Favoriten, dem Arbeiter-Samariterbund, der Volkshochschule Favoriten, der Wanderklasse, FoodX und Community Cooking (ein Projekt der Caritas Wien Stadtteilarbeit) wurde ein Fest für einen kreativen und aktiven Reumannplatz organisiert. Unterstützt wurde die Aktion von der Bezirksvorstehung Favoriten und der Grätzloase.

Auf Initiative der Agendagruppe hatten Mädchen, aber auch PassantInnen und Interessierte beim Parkfest die Möglichkeit, sich kreativ mit Ideen einzubringen und auch direkt vor Ort temporär den Reumannplatz schöner, bunter, lebenswerter zu gestalten.

Das Fest auf dem ReuMädchenplatz bot ein buntes Programm mit Theater Aufführung, Musik, gemeinsamen Kochen und vielen Stationen zum Thema Sicherheit auf dem Reumannplatz. Ein Mitmach-Programm für Kreative und Aktive mit Workshops (mit der Wanderklasse) wie Urban-Knitting und offenem Bücherschrank sowie einem Tanz-Flashmob mit über 60 engagierten Mädchen sorgten für Action auf dem Reumannplatz.

Über 250 begeisterte SchülerInnen waren mit dabei!

 

Rückblick zur Ausstellungseröffnung „Mädchen gestalten den Reumannplatz“

Der Kreativ-Ideenwettbewerb – initiiert von der Agendagruppe „Favoriten für Mädchen“ zum Thema „Mädchen gestalten den Reumannplatz“ – startete Ende 2014. Es wurde seither in vielen Schulen und Betreuungseinrichtungen aus ganz Favoriten gezeichnet, gemalt, geformt, geklebt und gebaut. Seit Donnerstag, 18. Juni 2015 sind die vielen Kunstwerke, in einer Ausstellung in der Volkshochschule Favoriten, Arthaberplatz 18, zu sehen. Über 100 Mädchen zwischen ca. 6 und 15 Jahren aus 7 Schulen haben sich mit über 70 Kreativbeiträgen eingebracht!

Um 10:00 Uhr wurde gemeinsam mit Frau Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner die Ausstellung feierlich eröffnet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Mädchen aus dem Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (Quellenstraße 52), unterstützt von Tom Gehringer.

Mitte September 2015 wandert die Ausstellung in die Bezirksvorstehung Favoriten.

Was es ist… Eine Nachlese zur Zwischennutzung in der Alserbachstraße

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Die Lokale Agenda Alsergrund bespielte Ende Mai eine leer stehende Bankfiliale in der Alserbachstraße. Über einen Zeitraum von 5 Tagen fanden öffentliche Vorlesungen und eine Theateraufführung statt. Ideen für eine Aufwertung der Alserbachstraße wurden in einer Ideenbank gesammelt und als Treff- und Vernetzungspunkt für die Nachbarschaft und der Agendagruppen fand am Sonntag der Agendabrunch statt.

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unkt der Veranstaltungsreihe war sicherlich das Vortragen des Gedichts „Was es ist“ von Erich Fried in mehr als 10 Sprachen: deutsch – englisch – französisch – luxemburgisch – italienisch – kroatisch – burgenländisch kroatisch – türkisch – kurdisch – tschechisch – ungarisch – russisch.

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Der Schriftsteller und Lyriker Erich Fried, verbrachte in diesem Haus seine Kindheit, bevor er 1938 vor dem Naziregime fliehen musste. Sein Liebesgedicht „Was es ist“ bringt sämtliche Gegenargumente, die der Liebe ihre Legitimität abzusprechen versuchen. Es sind meist dieselben Einwände, die gegenüber neuen Ideen für die Stadt eingebracht werden: unsinnig, aussichtslos, lächerlich oder unmöglich.

Mithilfe der Zwischennutzung der Bankfiliale soll die Alserbachstraße wieder verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit rücken. Die Belebung und Aufwertung der Straße soll in Gang gebracht werden. Die Veranstaltungsreihe schaffte es jedenfalls, die Aufmerksamkeit der vorbeigehenden und –fahrenden Personen auf die Lokalität zu ziehen, neue Personenkreise – wie Studierende oder KünstlerInnen – konnten in die Alserbachstraße gelockt werden. Wie nachhaltig dieses Interesse ist, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Diese Zwischennutzung kann jedenfalls nur ein erster Schritt zur Aufwertung der Straße sein, andere müssen folgen. Die Agendagruppe Alserbachstraße möchte daran weiter arbeiten und freut sich über zusätzliche UnterstützerInnen.

 

Die Zwischennutzung wurde auf Initiative von Nest, Agentur für Leerstandsmanagement ermöglicht, die ehemalige Bankfiliale in der Alserbachstraße / Ecke Liechtensteinstraße wird noch bis Mitte Juli von anderen Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen bespielt.