Tag Archive for 'Direktvermarktung'

Bauernmärkte versorgen das Grätzl mit guten Produkten und beleben die Nachbarschaft

Bauernmärkte bieten beste heimische Lebensmittel aus der Region und versorgen die KundInnen oft mit Tipps und leckeren Rezepten für einzelne Lebensmittel. Neben dem Einkaufen können sich BesucherInnen auch über aktuelle Neuigkeiten im Stadtteil austauschen. StammkundInnen schätzen genau das an den neuen Märkten in der Donaustadt. Kommen Sie zu den Märkten in Kagran und Stadlau!

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Bauernmärkte mit saisonalen und regionalen Produkten erfahren in den letzten Jahren ein steigendes Interesse. Bedeuten Bauernmärkte auch: weniger Verpackungsmaterialen, persönlicher Bezug zu den HerstellerInnen und kompetente Beratung, die gerne auch den ein oder anderen Koch-Tipp weitergibt. Der regelmäßige Besuch eines Bauernmarktes lässt diese zu Orten des Austausches und der Begegnung werden. Fragt man bei den StammkundInnen nach, warum sie gerne am Markt einkaufen klingen die Antworten etwa so: „Weil ich mich auf gute Qualität verlassen kann.“, „Weil ich mich hier immer mit meiner Nachbarin treffe und wir einkaufen und tratschen kombinieren.“

Bauernmarkt Stadlau
In Stadlau beginnt bereits das fünfte Marktjahr – diese Beständigkeit beschreibt den Erfolg für sich. Der Markt entstand aus einem Ideenwettbewerb und wurde von der AgendaDonaustadt gemeinsam mit Bezirk, Stadlauer Kaufleuten und einigen engagierten BürgerInnen umgesetzt. Die jährliche Qualitätssicherung trägt dazu bei, dass sich der Markt Jahr für Jahr gut weiterentwickelt. Auch 2015 heißt es in Stadlau wieder „Freitag ist Markttag!“. Jeden zweiten Freitag kommen die StandlerInnen in den Stadlauer Park und bieten zwischen 8 und 13 Uhr ihre frischen Waren an. Der erste Markt 2015 findet am 9. Jänner statt.

Bauernmarkt Kagran
Auch in Kagran werden die StandlerInnen im kommenden Jahr wieder ihre Marktstände am Schrödingerplatz aufbauen. Nach einer kurzen Weihnachtspause geht es am 16. Jänner 2015 wieder los. Abwechselnd mit Stadlau können jeden zweiten Freitag von 8 bis 13 Uhr beste Produkte aus Wien und dem Wiener Umland gekauft werden. Mit der Unterstützung des Bezirks konnte eine Litfaßsäule aufgestellt werden – diese hält Sie auf dem Laufenden. Im Frühling wird ein Gewinnspiel der StandlerInnen die Vielfalt des Markts sichtbar machen.

Produkte
Die Produktpalette in Stadlau und Kagran reicht von frischem Obst und Gemüse über Fleischprodukte, Milchprodukte, Eier und spezielle Säfte, bis zu guten Weinen, Mehlspeisen und Brot. Besonderheiten wie Honig, Kernöl, Chutneys, Teigwaren sowie Blumen gibt es ebenso. Hier bekommen Sie sogar Milch in der Glasflasche oder selbstgemachten Traubensirup. Die MarktstandlerInnen kommen großteils aus Niederösterreich, aus der Donaustadt ist die Gärtnerei Kalch mit Obst, Gemüse und Blumen vertreten.

Weitere Informationen zu Bauernmärkten in der Donaustadt finden Sie in der Broschüre „Asperner Riese, Zebratomate, Mieze Schindler – Nahrungsquelle Donaustadt“. Zu beziehen ist die Broschüre als Download auf www.agendawien22.at unter „Agenda-Nachlese“ oder kostenlos bei der Bezirksvorstehung Donaustadt.

Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich von der guten Qualität auf den Donaustädter Märkten!

Obst und Gemüse aus dem Garten tauschen – „Zuviel? Wir teilen gerne!“

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Unter dem Motto „Zuviel? Wir teilen gerne!“ regt eine Gruppe von BewohnerInnen der Donaustadt das Weitergeben und Tauschen von Obst- und Gemüse-Überschüssen aus dem eignen Garten an.

Vielleicht kommt Ihnen eine der folgenden Situationen bekannt vor:

Die Kirschen sind reif und auch dieses Jahr ist der Kirschbaum im Garten voll mit den saftigen, roten Früchten. Die Kirschen lachen Sie an, doch Sie trauen sich nicht mehr auf die Leiter… Oder die Fisolen sind reif, doch gerade in dieser Zeit sind Sie auf Urlaub… Oder es ist Grillzeit doch es fehlen die Kräuter für die exzellente Kräutersoße. Die Nachbarin hat einen Kräutergarten…

Kennen Sie eine der beschriebenen Situation – dann sind Sie herzlich eingeladen, das Teilen und Tauschen auszuprobieren! Vielleicht gibt es ja eine NachbarIn, die bei der Ernte behilflich sein könnte und als Dank einen Ernteanteil bekommt! Oder im Gegenzug etwas von den eigenen Gemüseüberschüssen hergibt. Und wer weiß, vielleicht wird als Dankeschön sogar einmal ein Kuchen aus dem geschenkten Obst gebacken!
Mit dem Projekt „Zuviel? – Ich teile gerne!“ möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Obst und Gemüse verarbeitet und gegessen wird und weniger Lebensmittel im Müll landen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt eine lebendige Nachbarschaft – durchs Reden kommen die Leut zsamm! Gestartet wurde diese Initiative von BewohnerInnen aus der Donaustadt, denen es ein Anliegen ist, Ernte-Überschüsse verfügbar zu machen. Die AgendaDonaustadt, der Bezirk Donaustadt und das Projekt Lebensmittel•Wien unterstützen bei diesem Vorhaben. Ein Info-Blatt zu diesem Projekt finden Sie hier.

Wenn Sie ebenfalls mit ihren NachbarInnen ins Tauschen zu kommen, können Sie gerne das Info-Blatt der Agenda dazu verwenden. Bei Fragen steht das Agenda-Team zur Verfügung: office@agendawien22.at

So bunt und lebendig war das Agenda-Forum Bauernmärkte in der Donaustadt!

Bauernmärkte sind seit einigen Jahren in der Lokalen Agenda 21 Plus in Wien ein wiederkehrendes Thema. Bereits in drei Bezirken finden regelmäßig Bauernmärkte statt. Lassen Sie sich von einen kurzen Video inspirieren und erkennen Sie den Mehrwert von Bauernmärkten! bauernmarkt

Vergangene Woche hatten circa 30 Agenda-Aktive und Interessierte im Gartenbaumuseum in der Donaustadt einen ansprechenden Austauch rund um das Thema alternative Formen der Lebensmittelbeschaffung in der Stadt. Food-Coop, Community Supported Agriculture, Selbsternte, Direktvermarktung, Ernten in der Stadt und Bauernmärkte werden immer beliebtere Möglichkeiten. Ein ausführliches Protokoll zum Agenda-Forum gibt es hier. Außerdem können Sie in Infoblättern Detailinfos und Adressen zu einzelnen Projekten rund ums Thema Lebensmittel. Auf Anfrage gibt es bei der AgendaDonaustadt einen Leitfaden wie aus der Idee Bauernmarkt ein realer Markt entstehen kann: office@agendawien22.at

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CSA oder die andere Art einkaufen zu gehen

Wer wissen will, woher seine Lebensmittel stammen und wie sie produziert werden, kann sich auf die Angaben auf den Etiketten im Supermarkt verlassen – oder Mitglied eines CSA -Projektes werden. CSA steht für Community supported agriculture, also eine von der Gemeinschaft getragene Landwirtschaft. Am 28 Februar 2013 startet Wiens erstes CSA Projekt in der Donaustadt am Biobauernhof Radl in Hirschstetten!

CSA in der Donaustadt

Diese Art der Landwirtschaft ist in anderen Ländern seit mehreren Jahren erfolgreich, in den letzten Jahren entwickelt sie sich auch in Österreich. Derzeit entsteht ein CSA Projekt in der Donaustadt. Die Familie Radl aus Hirschstetten möchte dieses Jahr erstmalig Bio Gemüse nach dem CSA Prinzip anbauen. Ausgehend von einer Studie der MA22 – Umweltschutz und der Broschüre „Nahrungsquelle Donaustadt“ der Bezirksvorstehung Donaustadt und der AgendaDonaustadt ist dieses CSA Projekt ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung in der Donaustadt.

Am Donnerstag den 28.2.2013 um 19 Uhr findet dazu eine Informationsveranstaltung im Gasthaus Goldener Hirsch in der Hirschstettnerstraße 83, 1220 Wien statt. Sie erfahren Allgemeines über CSA-Projekte und Details zum geplanten Projekt. Anmeldung oder Fragen, falls Sie den Termin nicht wahrnehmen können, richten sie bitte direkt an die Familie Radl: info@erdbeerwelt.at.

Kosten gegen Gemüse tauschen – so funktioniert CSA

Bei der CSA „community supported agriculture“ schließen sich KonsumentInnen zusammen, tragen gemeinsam die Jahreskosten und das Risiko der Produktion und erhalten vom Bauernhof dafür die erwirtschafteten Produkte.

Im Vorhinein werden die voraussichtlichen Jahreskosten für Saatgut, Lohn, Versicherung etc. berechnet. Diese werden auf die KonsumentInnen aufgeteilt. Somit erhält die LandwirtIn einen fixen Lohn und gleichzeitig eine finanzielle Sicherheit. Eine breitere Produktpalette ist möglich und die Art der Bewirtschaftung orientiert sich nicht am Markt, sondern vor allem an den Wünschen der Gemeinschaft.

Im Ausgleich dafür bekommen die KonsumentInnen jede Woche frische Lebensmittel – fast das ganze Jahr lang. CSA Betriebe bieten meist unterschiedlichste Obst- und Gemüsesorten an, teilweise aber auch Fleisch- und Milchprodukte, Eier, Kräuter oder Honig. In österreichischen CSA Betrieben wird derzeit ausschließlich biologisch oder bio-dynamisch produziert. Die Art, wie die Produkte geliefert werden, wird ebenfalls im Vorhinein abgesprochen, beliebte Verteilungsformen sind z.B. das wöchentliche, saisonale Gemüsekistl oder eine Freientnahme von bereitgestelltem Gemüse.

Nicht nur die Ernteerfolge werden gemeinsam getragen, sondern auch das Risiko von Ernteausfällen. Schlechtes Wetter, zu viel Sonne oder andere unvorhersehbare Probleme bergen für die einzelnen KonsumentInnen trotzdem nur ein geringeres Risiko. Einerseits ist die Produktpalette vielfältig, der Ausfall eines einzelnen Produkts gut durch andere ausgeglichen werden kann. Andererseits teilt sich der mögliche finanzielle Verlust auf die Gruppe auf. Das Erfolgsrezept liegt im direkten Austausch – Kosten gegen Lebensmittel.

CSA-Projekte in Österreich

Ochsenherz: http://www.ochsenherz.at/csa.html

Hof in Sattledt: http://www.gemuesefreude.at/

Hof in der Steiermark: http://www.kleinefarm.org/#&panel1-2

Biohof Mogg: http://www.biohof-mogg.at/biohof-mogg

 

Nahrungsquelle Donaustadt

Asperner Riese, Zebratomate, Mieze Schindler und Elefantenrüssel-Chili – all das gibt’s in der Donaustadt. Die soeben erschienene Broschüre “Nahrungsquelle Donaustadt” stellt unterschiedliche Quellen für frische und gesunde Nahrungsmittel vor. Die Palette reicht vom Ab-Hof Verkauf über Bauernmärkte bis hin zu Selbsternteparzellen und Gemeinschaftsgärten.

Eine Besonderheit des 22. Bezirks ist die große Anzahl an BäuerInnen, die schon seit Jahrzehnten frisches Obst und Gemüse mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen Sorten direkt ab Hof verkaufen. Der direkte Kontakt zu den KundInnen wird hier groß geschrieben. Aber auch auf den Bauernmärkten in der Donaustadt werden köstliche Schmankerln angeboten. Aktuelle Neuigkeiten aus dem Stadtteil erfährt man ganz nebenbei! Wer gerne selbst Hand anlegt und in der Erde buddelt, kann in einem Nachbarschaftsgarten oder auf einer Selbsternteparzelle Gemüsepflanzen einsetzen, pflegen und später das reife Gemüse ernten.

Gemeinsam ist diesen Nahrungsquellen der Donaustadt, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Bezirk leisten. Durch die lokalen Angebote entfallen lange Transportwege, die regionale Wirtschaft wird gefördert und das soziale Miteinander gestärkt – dies ist ganz im Sinne des „Leitbilds für eine nachhaltige Entwicklung in der Donaustadt“.

Das Team der Agenda Donaustadt besuchte Betriebe und Projekte im 22. Bezirk, die mit landwirtschaftlicher Produktion und frischen Nahrungsmitteln zu tun haben, um dieses besondere Nachhaltigkeitspotenzial der Donaustadt zu dokumentieren. Daraus entstand mit Unterstützung des Bezirks die Broschüre „Nahrungsquelle Donaustadt“.

Bei Interesse an der Broschüre wenden Sie sich bitte an die Bezirksvorstehung Donaustadt. Tel: 4000 22 111.