Tag Archive for 'lokale Ökonomie'

Partizipatives Gruppenbudget Alsergrund. Erkenntnisse!

Die Lokale Agenda Alsergrund vergibt bereits seit fünf Jahr ein partizipatives Gruppenbudget von 1.500€. Auch heuer – im März 2015 – wurden über einen Call alle aktiven Agendagruppen am Alsergrund aufgerufen, Projekte einzureichen. Ideen und Aktivitäten der Agendagruppen werden damit direkt und unkompliziert finanziell unterstützt. Die Entscheidung, welches Projekt finanzielle Zuwendung erhält und in welcher Höhe diese liegt, treffen die Agendagruppen im Rahmen eines Vergabe-Gremiums selbst. Das Vergabe-Gremium besteht aus jeweils 2 Mitgliedern jeder Agendagruppe des Bezirkes. Die Moderation des Gremiums wird vom Agendateam übernommen.

Die Verteilung der Mittel unterliegt folgenden Kriterien:

  • Das Gruppenbudget kann für ein Projekt vergeben oder auf mehrere Projekte aufgeteilt werden.
  • Das Vergabe-Gremium einigt sich auf die Verteilung der Mittel und stimmt darüber ab. Eine Zweidrittelmehrheit ist erforderlich.
  • Das Agendateam hat kein Stimmrecht.

Um zu einer Entscheidung zu kommen regt die Moderation dazu an, folgende Fragestellungen für jedes eingereichte Projekt zu behandeln:

  1. Wie viele Menschen werden mit der Umsetzung erreicht?
  2. Wie werden die Menschen erreicht? Sind die Projekt nachhaltig im Bezirk oder im Grätzl sichtbar oder erlebbar?
  3. Wie stark ist der Fokus auf Nutzen für die Gemeinschaft/Nachbarschaft, sowie auf die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Soziales, Wirtschaft, Kultur)?
  4. Welches Budget wird gebraucht? Kann das Projekt zusätzlich anders unterstützt werden?
  5. Wofür wird das geforderte Budget ausgegeben?
  6. Wann wird die Umsetzung erfolgen?

Es wurden in den letzten Jahren interessante Erkenntnisse gewonnen! Neben der Finanzierung von sinnvollen und zur Agenda 21 Plus passenden Leistungen geht es stark um Empowerment zu Good Governance. Den Gruppen wird verholfen, über den eigenen Tellerrand zu blicken und im Sinne der Gemeinschaft und Nachhaltigkeit über eine Finanzierung gemeinsam zu entscheiden.

Die Gruppen sind interessiert daran, dass neben ihren eigenen Projekten auch die anderen eingereichten Projekte umgesetzt werden können. Die Entscheidung welches Projekt welche finanzielle Unterstützung bekommt wurde bislang immer sehr ausführlich diskutiert, Pros und Contras abgewogen.

Die Diskussionen sind lebhaft, die Gruppen erfahren Details über die anderen Projekte, die sie sonst nicht haben, dies erhöht das Verständnis für die jeweils anderen Aktivitäten.

Es wird versucht Synergien herzustellen, z.B. wird gemeinsam überlegt, wie der fehlende Betrag hereingebracht werden kann, z.B. Förderstellen, Sponsoring, Firmen, mit denen man schon gute Erfahrungen gemacht hat oder Verwandte, die ev. aus ihrem Geschäft etwas spenden könnten.

Heuer erhielten 3 Projekte Unterstützung aus dem partizipativen Gruppenbudget:

Agendagruppe Gedenkprojekt Volksopernviertel für die Errichtung einer Gedenktafel in der Fluchtgasse

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Agendagruppe Grüner Durchgang für die Umsetzung eines weiteren Hochbeetes
 
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Agendagruppe Interkultureller Dialog09 für das Projekt Transkulinarium Express

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Die Zukunftshandlung – Treffpunkt für vielfältige und gelebte Nachbarschaft auf der Wieden

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Sie sind vielleicht schon am Schaufenster der ehemaligen Tierhandlung in der Wiedner Hauptstraße 60b vorbei spaziert und haben die eine oder andere Information aufgeschnappt?! Aber Sie wissen nicht genau was die Zukunftshandlung der AgendaWieden ist? Die Zukunftshandlung wurde 2013 eröffnet und bisher exklusiv von Agenda-Gruppen und für Agenda-Veranstaltungen genutzt. Sie ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs für die Menschen auf der Wieden. Die Zukunftshandlung steht für Aktivitäten zur Verfügung, die lebendige Nachbarschaften fördern, zur Lebensqualität auf der Wieden beitragen und nicht kommerziell sind. Seit 2014 können alle WiednerInnen den Raum in diesem Sinn nutzen. Im Kalender auf der AgendaWieden Homepage, können Sie alle Termine nachlesen!

Wenn auch Sie die Zukunftshandlung gerne nutzen oder besuchen wollen, dann melden Sie sich bitte bei der AgendaWieden. Es gibt noch freie Zeitfenster!

Seit Jänner gibt es folgende regelmäßige Termine:

Begegnung auf Augenhöhe: In diesem Austauschformat wird die Begegnung zwischen Generationen angeregt und zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen. Die TeilnehmerInnen tauschen sich bei Kaffee und Kuchen mit Hilfe vorbereiteter Fragen zu unterschiedlichen Themen aus. Thema der ersten Begegnung ist “Was hat Lernen mit Bildung zu tun?”.
Wann? Mittwoch, 25. Februar 2015 um 18.30 Uhr

 
Lösung 4 you – Gruppengespräch am runden Tisch: In einem offenen Gesprächsklima können Ängste, Wünsche und Hoffnungen geteilt werden. Ziel ist es im Gespräch voneinander zu lernen – der Austausch von Erfahrungen und persönlichen Geschichten soll die TeilnehmerInnen stärken. Die Gruppengespräche finden ungefähr alle drei Wochen statt.
Wann? Dienstag, 3. März 2015 um 19 Uhr

 
Foodcoop Wieden: Die erste Lebensmittelkooperative (Foodcoop) auf der Wieden befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Für die Gruppentreffen der Mitglieder wird die Zukunftshandlung genutzt. Wenn auch Sie mitmachen wollen, melden Sie sich bei Foodcoop1040@hotmail.com.
Nächster Info-Abend für Interessierte am Montag, 2. März 2015 um 19 Uhr

 
Grätzlwerkraum: Einmal pro Woche kann in der Zukunftshandlung gewerkt werden. Das Team des Grätzlwerkraums steht auch gerne mit Rat beiseite.
Alle aktuellen Termine in der Zukunftshandlung finden Sie auch hier.

 

 

The City as a Commons – Panel discussion about the state and future of sharing

The Josefstadt branch of Vienna’s Lokale Agenda 21 began its new season on 29/01/2015 by hosting a panel discussion with Neal Gorenflo, co-founder and publisher of online network and news hub Shareable. Vienna Shares’ very own Mirjam joined Neal on the panel, as did Agenda’s Peter Kühnberger, OuiShares’ Josef Kreitmayer and Sharing Economy researcher Kasia Gruszka.
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Around 30 people gathered in the cozy surroundings of Greißlerei 8, the shop which shares its facilities with the new Agenda Josefstadt office. In between the store’s shelves, presenting goods such as dog toys, biological pasta or BioSchnaps, the group got together to discuss their experience with and hopes for sharing.

The night started with a short teaser from Agenda’s feature on sharing in Vienna which contains an interview with Mirjam – those who missed it on TV, watch it here. Following this, Neal introduced his initiative.

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His basic motivation he summarized as what he sees as rejection of Margaret Thatcher’s principle, ‘There is no [such thing as] society!’ Yes there is, he countered, and it is made up of local and regional communities. To strengthen and connect these and make things happen within and between them, he described as primary goal of Shareable.
At this point the event took a very open shape, with panel members both presenting their initiatives and discussing problems in a free-for-all Q&A session. Our friends from LeiLa and teilbar.at were also in the crowd and chimed in with their experiences.

Various topics were on the agenda. Central to the still very locally-focused efforts of many of the participants were two questions: How does one make time for collaborative consumption efforts while still earning a living? How are the projects funded? The consensus was to keep the sharing efforts mostly non-profit, with teilbar.at even suggesting that their portal would hopefully be obsolete in the future, when sharing communities would be seen as natural and self-sufficient.
Other talking points were the differences between sharing culture in cities and rural areas, as well as the difference between community-led projects as opposed to those funded by big business.

Also discussed was the extent of collaboration with politics and city officials – here Neal was able to share from his cooperation with the Seoul city administration. When asked about the reasons for which city governments nowadays would cooperate with sharing initiatives, he summarized them into four problems, all created by rapid urban modernization:

– Growing isolation in big cities
– Excessive pollution, especially in Eastern Asia
– The need for alternative ways of life beside the usually idealized ones (he gave the example of the usual ‘Samsung career path’ in South Korea)
– The lagging civic sector, desperately in need of updating

An interesting outside view was offered by Kasia Gruszka, who is researching Vienna’s sharing movement for her dissertation. She observed that the boom of such initiatives in the recent decades has lead to a wide pool of different associations. While most of them are usually describing themselves in terms of the same movement, it is often hard, in academic terms, to actually find proper terms and methods that apply to all of them.

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Apart from all the talking points, this was naturally a great opportunity to just share the different initiatives, programs and websites that one has come across. Find some of them below.

And of course, we owe a big thank you to Greißlerei 8 for their hospitality and delicious food!

Shareable – The international sharing news platform and organizational network co-founded by Neal Gorenflo.
Ouishare – Describing itself as ‘global community and think and do-tank’, OuiShare is a global initiative designed to connect collaborative economic programs. This panel discussion was co-hosted by its Viennese branch.
Teilbar – An Austrian platform enabling users to borrow everyday items instead of buying them.
Leila – Most likely already known to you, a local borrowing shop. Online presence still under construction, but check out their FB-page.
Fragnebenan – A portal that seeks to (re-)connect neighborhoods to promote cooperation and collaboration.
La’Zooz – A new ride sharing service offering the fair alternative to Uber.
Listia – Online exchange network – Use your stuff as currency!

Written by Jakob Jorda
Photos: Lokale Agenda Josefstadt

Obst und Gemüse aus dem Garten tauschen – „Zuviel? Wir teilen gerne!“

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Unter dem Motto „Zuviel? Wir teilen gerne!“ regt eine Gruppe von BewohnerInnen der Donaustadt das Weitergeben und Tauschen von Obst- und Gemüse-Überschüssen aus dem eignen Garten an.

Vielleicht kommt Ihnen eine der folgenden Situationen bekannt vor:

Die Kirschen sind reif und auch dieses Jahr ist der Kirschbaum im Garten voll mit den saftigen, roten Früchten. Die Kirschen lachen Sie an, doch Sie trauen sich nicht mehr auf die Leiter… Oder die Fisolen sind reif, doch gerade in dieser Zeit sind Sie auf Urlaub… Oder es ist Grillzeit doch es fehlen die Kräuter für die exzellente Kräutersoße. Die Nachbarin hat einen Kräutergarten…

Kennen Sie eine der beschriebenen Situation – dann sind Sie herzlich eingeladen, das Teilen und Tauschen auszuprobieren! Vielleicht gibt es ja eine NachbarIn, die bei der Ernte behilflich sein könnte und als Dank einen Ernteanteil bekommt! Oder im Gegenzug etwas von den eigenen Gemüseüberschüssen hergibt. Und wer weiß, vielleicht wird als Dankeschön sogar einmal ein Kuchen aus dem geschenkten Obst gebacken!
Mit dem Projekt „Zuviel? – Ich teile gerne!“ möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Obst und Gemüse verarbeitet und gegessen wird und weniger Lebensmittel im Müll landen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt eine lebendige Nachbarschaft – durchs Reden kommen die Leut zsamm! Gestartet wurde diese Initiative von BewohnerInnen aus der Donaustadt, denen es ein Anliegen ist, Ernte-Überschüsse verfügbar zu machen. Die AgendaDonaustadt, der Bezirk Donaustadt und das Projekt Lebensmittel•Wien unterstützen bei diesem Vorhaben. Ein Info-Blatt zu diesem Projekt finden Sie hier.

Wenn Sie ebenfalls mit ihren NachbarInnen ins Tauschen zu kommen, können Sie gerne das Info-Blatt der Agenda dazu verwenden. Bei Fragen steht das Agenda-Team zur Verfügung: office@agendawien22.at

So bunt und lebendig war das Agenda-Forum Bauernmärkte in der Donaustadt!

Bauernmärkte sind seit einigen Jahren in der Lokalen Agenda 21 Plus in Wien ein wiederkehrendes Thema. Bereits in drei Bezirken finden regelmäßig Bauernmärkte statt. Lassen Sie sich von einen kurzen Video inspirieren und erkennen Sie den Mehrwert von Bauernmärkten! bauernmarkt

Vergangene Woche hatten circa 30 Agenda-Aktive und Interessierte im Gartenbaumuseum in der Donaustadt einen ansprechenden Austauch rund um das Thema alternative Formen der Lebensmittelbeschaffung in der Stadt. Food-Coop, Community Supported Agriculture, Selbsternte, Direktvermarktung, Ernten in der Stadt und Bauernmärkte werden immer beliebtere Möglichkeiten. Ein ausführliches Protokoll zum Agenda-Forum gibt es hier. Außerdem können Sie in Infoblättern Detailinfos und Adressen zu einzelnen Projekten rund ums Thema Lebensmittel. Auf Anfrage gibt es bei der AgendaDonaustadt einen Leitfaden wie aus der Idee Bauernmarkt ein realer Markt entstehen kann: office@agendawien22.at

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Video “Fairtrade”

Die Josefstadt ist schon längere Zeit Fairtrade-Bezirk. Der Alsergrund hat das Gütesiegel letztes Jahr erhalten. Von Fairtrade Österreich erfahren wir, was es mit Fairtrade-Gemeinden auf sich hat. Außerdem werden zahlreiche Betriebe aus den beiden Bezirken — vom Kaffeehaus über eine Blumenhandlung bis hin zum Kleidergeschäft — vorgestellt, die fair gehandelte und biologisch hergestellte Produkte anbieten.

Fairtrade-Bezirk Josefstadt
Fairtrade-Bezirk Alsergrund

Wenn Sie wüssten, was Sie können… tauschen Sie mit – auf der Wieden!

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Ein neuer Markt tut sich auf der Wieden auf. Anstatt Geld können Sie hier Ihre Talente in die Waagschale werfen. Die Tauschgruppe „KAESCH auf der Wieden“ lädt am 25. November um 18.30 Uhr anlässlich ihrer Gründung in die Zukunftshandlung ein.

Sie brauchen jemanden, der Ihnen erklärt, wie man mit dem Computer umgeht? Sie haben einen Berg von Kleidung, der geflickt werden sollte? Sie würden gerne Menschen beibringen, wie man ein Hochbeet baut? Oder Sie können Polstermöbel reparieren? Jeder Mensch kann etwas besonders gut und macht das auch gerne für andere. In der Tauschgruppe KAESCH können Sie Dinge und Dienstleistungen tauschen ohne dafür Geld einzusetzen.

Bei der Eröffnung am 25. November erfahren Sie von der Agenda-Gruppe wie das Tauschen mit KAESCH funktioniert und wie Sie mittauschen können. Unter dem Motto „Zieh dein Talent aus dem Hut“ werden Talente aufgespürt. Bei selbstgemachten Schmankerln haben Sie Gelegenheit vielleicht schon erste Tausch-Geschäfte anzubahnen. Schauen Sie vorbei, tauschen Sie mit und lernen Sie Ihre NachbarInnen auf der Wieden kennen.

Wann?            25. November 2013, 18.30 Uhr
Wo?                Zukunftshandlung der AgendaWieden, Wiedner Hauptstraße 60b

CSA oder die andere Art einkaufen zu gehen

Wer wissen will, woher seine Lebensmittel stammen und wie sie produziert werden, kann sich auf die Angaben auf den Etiketten im Supermarkt verlassen – oder Mitglied eines CSA -Projektes werden. CSA steht für Community supported agriculture, also eine von der Gemeinschaft getragene Landwirtschaft. Am 28 Februar 2013 startet Wiens erstes CSA Projekt in der Donaustadt am Biobauernhof Radl in Hirschstetten!

CSA in der Donaustadt

Diese Art der Landwirtschaft ist in anderen Ländern seit mehreren Jahren erfolgreich, in den letzten Jahren entwickelt sie sich auch in Österreich. Derzeit entsteht ein CSA Projekt in der Donaustadt. Die Familie Radl aus Hirschstetten möchte dieses Jahr erstmalig Bio Gemüse nach dem CSA Prinzip anbauen. Ausgehend von einer Studie der MA22 – Umweltschutz und der Broschüre „Nahrungsquelle Donaustadt“ der Bezirksvorstehung Donaustadt und der AgendaDonaustadt ist dieses CSA Projekt ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung in der Donaustadt.

Am Donnerstag den 28.2.2013 um 19 Uhr findet dazu eine Informationsveranstaltung im Gasthaus Goldener Hirsch in der Hirschstettnerstraße 83, 1220 Wien statt. Sie erfahren Allgemeines über CSA-Projekte und Details zum geplanten Projekt. Anmeldung oder Fragen, falls Sie den Termin nicht wahrnehmen können, richten sie bitte direkt an die Familie Radl: info@erdbeerwelt.at.

Kosten gegen Gemüse tauschen – so funktioniert CSA

Bei der CSA „community supported agriculture“ schließen sich KonsumentInnen zusammen, tragen gemeinsam die Jahreskosten und das Risiko der Produktion und erhalten vom Bauernhof dafür die erwirtschafteten Produkte.

Im Vorhinein werden die voraussichtlichen Jahreskosten für Saatgut, Lohn, Versicherung etc. berechnet. Diese werden auf die KonsumentInnen aufgeteilt. Somit erhält die LandwirtIn einen fixen Lohn und gleichzeitig eine finanzielle Sicherheit. Eine breitere Produktpalette ist möglich und die Art der Bewirtschaftung orientiert sich nicht am Markt, sondern vor allem an den Wünschen der Gemeinschaft.

Im Ausgleich dafür bekommen die KonsumentInnen jede Woche frische Lebensmittel – fast das ganze Jahr lang. CSA Betriebe bieten meist unterschiedlichste Obst- und Gemüsesorten an, teilweise aber auch Fleisch- und Milchprodukte, Eier, Kräuter oder Honig. In österreichischen CSA Betrieben wird derzeit ausschließlich biologisch oder bio-dynamisch produziert. Die Art, wie die Produkte geliefert werden, wird ebenfalls im Vorhinein abgesprochen, beliebte Verteilungsformen sind z.B. das wöchentliche, saisonale Gemüsekistl oder eine Freientnahme von bereitgestelltem Gemüse.

Nicht nur die Ernteerfolge werden gemeinsam getragen, sondern auch das Risiko von Ernteausfällen. Schlechtes Wetter, zu viel Sonne oder andere unvorhersehbare Probleme bergen für die einzelnen KonsumentInnen trotzdem nur ein geringeres Risiko. Einerseits ist die Produktpalette vielfältig, der Ausfall eines einzelnen Produkts gut durch andere ausgeglichen werden kann. Andererseits teilt sich der mögliche finanzielle Verlust auf die Gruppe auf. Das Erfolgsrezept liegt im direkten Austausch – Kosten gegen Lebensmittel.

CSA-Projekte in Österreich

Ochsenherz: http://www.ochsenherz.at/csa.html

Hof in Sattledt: http://www.gemuesefreude.at/

Hof in der Steiermark: http://www.kleinefarm.org/#&panel1-2

Biohof Mogg: http://www.biohof-mogg.at/biohof-mogg

 

Nur mehr bis 23. März: Online-Umfrage zur Zukunft der Wieden

Bis 23. März können Sie noch bei der Online-Umfrage zur Zukunft der Wieden teilnehmen. Verraten Sie uns, was Sie sich für die nachhaltige Wieden wünschen. Machen Sie mit!

Der Bauernmarkt Stadlau

Die lokale Ökonomie im Stadtteil stärken ist eines der Ziele der Agenda21 Plus.

Nach der Broschüre „Kürbis Zebratomate Minigurke – oder: Ab-Hof-Einkauf in der Donaustadt“ ist der Bauernmarkt Stadlau ein weiteres Projekt der AgendaDonaustadt Plus die lokale Ökonomie in der Donaustadt zu verbessern.

Der Verein Stadlauer Kaufleute und BewohnerInnen aus Stadlau haben Anfang dieses Jahres eine AgendaGruppe gegründet. Gemeinsam konnten sie fünf StandlerInnen begeistern regionale und zum Teil biologische Produkte anzubieten. Am letzten Aprilfreitag konnten Sie ab 10 Uhr die Vielfalt des Marktes im Stadlauer Park (vor der Post) entdecken.

Der Bauernmarkt vernetzt bereits existierende Stadlauer Handels- und Dienstleistungsbetriebe mit den MarktstandlerInnen. Außerdem ist der Markt Kommunikationsdrehscheibe und eröffnet Kooperationen zwischen BewohnerInnen und Geschäftsleuten.

Eine große Auswahl an frischen Produkten, wie Brot, Wurst Käse, Säfte, Marmeladen, Wein sowie Obst und Gemüse wird jeden letzten Freitag im Monat angeboten. Der Bauernmarkt Stadlau bietet Anlass in das Ortszentrum zu kommen. Im Vergleich zum Einkauf im Supermarkt steht beim Einkaufen am Markt der direkte Kontakt zum Kunden im Vordergrund. Beim persönlichen Gespräch mit den StandlerInnen können KundInnen mehr über die den Ursprung oder die Herstellung der Lebensmittel erfahren. Vielleicht ergattern Sie sogar den einen oder anderen Tipp zur Zubereitung der Lebensmittel.

Gleichzeitig können Besorgungen im Ortszentrum erledigt werden. Man trifft sich mit Bekannten und lernt vielleicht sogar jemanden kennen.

Mit dem Bauernmarkt Stadlau werden auch die Aspekte der ökologischen, sozialen und kulturellen Nachhaltigkeit bedient. Umweltgerecht produzierte Waren und kurze Wege verbesseren das ökologische Bewusstsein. Der Markt stärkt die Grätzlidentität und fördert das Zusammenleben im Stadtteil. Die Markttage werden von Ausstellungen begleitet, sie zeigen die künstlerischen Potenziale Stadlaus.

Mehr Fotos können Sie hier anschauen!