Tag Archive for 'Nachbarschaft'

Beim Essen kumman d`Leit zam – Interkultureller Dialog in der Bürgergasse

Die Agendagruppe „Inter-Kultureller Dialog“ lud am Dienstag, 9. Juni 2015, zum gemeinsamen Kochen und Essen ein. In Kooperation mit Community Cooking (ein Projekt der Caritas Wien Stadtteilarbeit) wurde vor dem Agendabüro in der Bürgergasse 14 gemeinsam geschnitten, gewürzt und gekocht – aber vor allem wurde miteinander geredet.

Viele Interessierte und Mitglieder von Agendagruppen sowie NachbarInnen nutzten die Gelegenheit für ein gemütliches Zusammensein. Gemeinsam mit den Nachbarschaftsköchinnen der Caritas wurde ein Gericht aus Ägypten und der Türkei zubereitet. Viele haben begeistert bei der Zubereitung mitgeholfen und dabei NachbarInnen, andere Aktive und verschiedene Kulturen kennengelernt.

Für alle, die gerne das Gericht zu Hause zubereiten wollen, haben wir hier das Rezept. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, Ihre NachbarInnen kennenzulernen, gemeinsam zu kochen und zu genießen – probieren Sie es aus! Möglichkeiten fürs gemeinsame Kochen bietet auch die Gemeinschaftsküche in der Brotfabrik

Türlü oder Mesekaa

2 Kilo Melanzani

½ Kilo Erdäpfel

3 Paprika

½ Kilo Tomaten

8 Zehen Knoblauch

250g Tomatenmark

Sonnenblumenöl

Salz

2 Dosen (400g.) Kichererbsen

2 Gläser Wasser

 

Zubereitung:

Melanzani, Erdäpfel, Paprika und Tomaten in Scheiben schneiden.

Knoblauch schälen und ganz klein schneiden. Danach mit Öl anbraten und Tomatenmark und Wasser dazu geben. 5 Minuten köcheln lassen.

In einem großen Topf Melanzani, Erdäpfel, Paprika und Tomaten in Schichten hineingeben und mit Salz bestreuen. Dann noch eine Schicht Melanzani hinzufügen, die Kichererbsen drüber streuen und am Schluss noch die Tomatensauce über alles leeren. Abdecken und 30 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf noch Wasser hinzufügen.

 

Reis

½ Kilo Basmati Reis

2 Dosen (400g) Kichererbsen

1 Glas Scheria Nudeln

Sonnenblumenöl (ca. 50 ml)

Butter oder Margarine (50g)

Wasser

Salz

Pfeffer (nach dem Kochen)

 

Zubereitung

Scheria im Öl golden braten, danach Reis und Butter dazugeben und vermischen. Dann Kichererbsen, Wasser und Salz hinzufügen. Abdecken bis das Wasser weg ist, danach auf der niedrigsten Stufe auf dem Herd lassen.

 

Alle Informationen zur Agendagruppe finden Sie hier.

Für Informationen zu Community Cooking:

Brotfabrik Wien

Absberggasse 27- Objekt 19

1100 Wien

Email: community.cooking@caritas-wien.at

Tel: 0676 51 51 789

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Stolz präsentieren Sam Osborn (Caritas Wien) und Hermine Steinbach-Buchinger zusammen mit einem Nachbarn die Zutaten für das gemeinsame Kochen.

 

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Gemeinsam mit Bezirksrat Gerhard Blöschl (Vorsitzender der Steuerungsgruppe der Agenda Favoriten) bereiten Interessierte, Mitglieder der Agendagruppen und des Agendateams die Zutaten vor.

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Es wurde gemeinsam ein Gericht aus Ägypten und der Türkei zubereitet. Die Nachbarschaftsköchinnen mit Bezirksrat und Vorsitzenden der Steuerungsgruppe der Agenda Favoriten Gerhard Blöschl.

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Gemeinsam mit interessierten BewohnerInnen und Gästen bereiten die Nachbarschaftsköchinnen der Caritas ein leckeres Gericht zu

 

 

miteinander kochen, miteinander essen, miteinander reden (Ella Stammersdorf)

Das war das Motto der Initiative „Gemischten Satz“ am 20. Juni im Seminarraum des Biohofes Nr.5 in Stammersdorf. Andrea Buhl, Profiköchin der „Kocherei in der Winzerhofküche“ unterstütze 16 StammersdorferInnen unterschiedlicher Generationen dabei, ein leckeres Menü zu zaubern.

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Um 16.00 Uhr war es dann soweit, die ersten TeilnehmerInnen trudelten ein und der zunächst leere Tisch füllte sich stetig mit mitgebrachten Lebensmitteln. Jede/r brachte zwei oder auch mehr Lebensmittel mit, die für ihn/sie eine große Bedeutung haben. So sammelten sich Paprika an, die in Ungarn liebend gern gegessen werden, Knödelbrot das im Innviertel nicht wegzudenken ist, Speck vom Stammersdorfer Mangalitza Schwein, Chilis aus der hauseigenen Zucht, ein Gemüsekorb, der am Tag zuvor bei einer Tombola gewonnen wurde und vieles mehr.
Nach der ersten Ratlosigkeit was mit all den leckeren Lebensmitteln alles gekocht werden könnte, half Andra Buhl bei der Ideenfindung. Eine lange Liste an tollen Gerichten wurde gesammelt und bereits der Gedanke an das baldige Festmahl ließ einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Die ersten Zwiebeln wurden geschnitten, Kartoffeln geschält, griechischer Käse mit Speck ummantelt und die Kuchenform mit Butter ausgestrichen. Nach eineinhalb Stunden schnippeln, hacken, stampfen, kneten, rühren, reden, witzeln und lachen war es soweit. Das Menü konnte angerichtet werden.
Der „Gemischte Satz“ erfreute sich eines herrlichen Abendessens mit Karfiol-Brokkoli Cremsuppe, Rote Rüben- und Käseknödel, Feta im Speckmantel, Erdäpfelkas, Matjesaufstrich, Backofengemüse, Reibekuchen, Couscous Salat und als Nachspeise Apfel Schoko Muffins.
Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, es war ein gelungener Nachmittag der sobald wie möglich wiederholt werden sollte! Dabei entstand auch eine weitere Idee: Bei einer nächsten Kocherei z.B. ein Thema herauszugreifen und dieses im Laufe des Abends gemeinsam zu diskutieren. Wir sind gespannt auf den Herbst, wo der „Gemischte Satz“ mit einer weiteren Aktion von sich hören lässt.
Die Initiative „Gemischter Satz“ wurde im Jahr 2014 von Elisabeth Schauppenlehner und Lotte Larsen gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht Jung und Alt, Neu zugezogen und fest verwurzelt in Stammersdorf zu vernetzen. Gemeinsam wollen sie die Potenziale der Vielfalt und Gegensätze aktivieren, Raum für Begegnung und Austausch öffnen, von- und miteinander lernen, zusammen aktiv sein und StammersdorferInnen aller Ortsteile, aller Generationen und aller Wurzeln näher zusammenbringen.

 

 

 

Lasst die Nachbarschaft in der Josefstadt erblühen!

Nachbarschaftstag Josefstadt

Am 29.05. wurde in der Zeltgasse vor dem Musischen Zentrum die Nachbarschaft hochgelebt. Unter dem Motto „Lasst die Nachbarschaft erblühen!“ feierten Bewohnerinnen und Bewohner der Josefstadt gemeinsam mit den Organisationen und Institutionen der Jugendplattform den europäischen Nachbarschaftstag.
Eine Vielfalt an Tanz-, Theater- und Musikdarstellungen stellte das abwechslungsreiche Rahmenprogramm dar. Daneben gab es verschiedene Straßenspiele, ein Wahlquiz, einen Tauschmarkt für Kindersachen und vieles andere.

Die Agenda Josefstadt war mit ihrer „Langen Tafel der Ideen“ mit dabei. Einige neue Ideen sind an diesem Tag eingeworfen worden und wurden bereits auch online geteilt. Ihre Kommentare zu den neuen Ideen sind gefragt!

Nachbarschaftstag Josefstadt  Nachbarschaftstag Josefstadt

Neben der „Langen Tafel der Ideen“ bot der Stand der Agenda Josefstadt auch eine Verkostung des „Josefstadt Kaffees“, der vom Weltladen in der Lerchenfelder Straße freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, an.
Das wunderbare Sommerwetter tat sein Übriges für die sonnige und freundliche Stimmung ganz im Zeichen der guten Nachbarschaft.

Nachbarschaftstag Josefstadt  Nachbarschaftstag Josefstadt

Kooperationspartner:
An der Organisation des Nachbarschaftstages beteiligten sich das Musische Zentrum Wien, Weltkulturschule, Volksschule Zeltgasse, Lokale Agenda Josefstadt, Wiener Kinderfreunde, Nachbarschaftszentrum 8, die Polizei, der Familienbund, Figurentheater Marijeli, wienXtra-spielebox, Neue Mittelschule Pfeilgasse, Volkskundemuseum, Bezirksmuseum, Café Strozzi, Buchhandlung Erlkönig.

Das Grätzl beleben – Breitenleer Sommerfest mit Überraschungsfilm

Am Donnerstag, 18. Juni ist es soweit und ganz Breitenlee trifft sich im Park neben dem Friedhof. Das Stadtteilnetzwerk der AgendaDonaustadt hat die letzten Wochen intensiv an den Vorbereitungen des Sommerfestes mit einem Überraschungsfilm für Jung und Alt gearbeitet.

Flyer Sommerfest Breitenlee

Flyer Sommerfest Breitenlee

Bereits letztes Jahr im Oktober hat das Stadtteilnetzwerk Breitenlee eine sehr erfolgreiche Nachbarschaftsveranstaltung organisiert. Die Gruppe nutzte die entstandene Euphorie und kooperierte mit dem Gewinner der „Idee für Breitenlee“. Dieser hatte die Idee eines Festes für alle BreitenleerInnen ins Leben gerufen und gemeinsam machte man sich an die Planung. Die Unterstützung von UnternehmerInnen, wie den Breitenleer Kaufleuten, Siedlervereinen und weiteren Breitenleer Initiativen macht das Fest zu einer runden Sache.

Programm

Von 16-20 Uhr bietet das Breitenleer Sommerfest im Park neben dem Friedhof Spiel, Spaß, Information und Unterhaltung! Das gesamte Programm ist kostenlos.

Zwischen 16-18 Uhr sorgt ein buntes Programm für alle Generationen für gute Unterhaltung. Der Spielebus der Kinderfreunde bringt eine Vielzahl an Geschicklichkeits-, Bewegungs- und Kreativspielen zum ausprobieren mit. Die Imkerei Gangl erklärt anhand eines Bienenschaustocks, wie Bienen eigentlich den leckeren Honig produzieren. Wie dieser schmeckt, können sie vor Ort gleich kosten. Beim Fahrradreparatur-Service von Christoph Malleck können Sie Ihr Rad reparieren lassen. In der Life-Lounge der Wiener Gesundheitsförderung dreht sich alles um die Gesundheit von Stadtteilen und deren BewohnerInnen. Dazu passend können die beliebten Bewegungsgeräte Smoveys ausprobiert, oder die Energie am Energiepfad im Breitenleer Park gefühlt werden. Für den kleinen Hunger sorgt der Siedlerverein. Sie finden uns im hinteren Teil des Parks.

Ab 18 Uhr steigt die Spannung! Nach einer Fotopräsentation„Breitenlee heute und damals“ wird der Überraschungsfilm auf einer großen LED-Leinwand gezeigt. Bei einem Online Voting konnten BreitenleerInnen zwischen fünf Filmen ihren Favoriten wählen. Welcher Film dabei gewonnen hat, erfahren Sie beim Breitenleer Sommerfest. Soviel ist gesagt, der Film bietet für jedes Alter eine gute Unterhaltung. Bringen Sie Kinder, Eltern, Großeltern, NachbarInnen und Bekannte mit und genießen Sie den Film unter freiem Himmel. Kleine Köstlichkeiten gibt es dabei von den Breitenleer Kaufleuten. Sie finden uns im vorderen Teil des Parks.

Mädchen erobern den Reumannplatz

Die Agendagruppe „Favoriten für Mädchen, Mädchen für Favoriten“ lädt am Dienstag, 16. Juni 2015 von 9:00 bis 13:00 Uhr auf den ReuMädchenplatz ein. In Kooperation mit der Polizei Favoriten, dem Arbeiter-Samariterbund, der Volkshochschule Favoriten, der Wanderklasse, FoodX und Community Cooking (ein Projekt der Caritas Wien Stadtteilarbeit) wird ein Fest für einen kreativen und aktiven Reumannplatz organisiert. Unterstützt wird die Aktion von der Bezirksvorstehung Favoriten und der Grätzloase.

Fest auf dem ReuMädchenplatzAuf Initiative der Agendagruppe sollen Mädchen, aber auch PassantInnen und Interessierte beim Parkfest die Möglichkeit haben, sich kreativ mit Ideen einzubringen und auch direkt vor Ort temporär den Reumannplatz schöner, bunter, lebenswerter zu gestalten.

Das Fest auf dem ReuMädchenplatz bietet ein buntes Programm mit Theater Aufführung, Musik, gemeinsamen Kochen und vielen Stationen zum Thema Sicherheit auf dem Reumannplatz. Ein Mitmach-Programm für Kreative und Aktive mit Workshops wie Urban-Knitting und offenem Bücherschrank sowie einem Tanz-Flashmob sorgen für Action auf dem Reumannplatz. Einladung. Alle Infos auch auf unserer Facebookseite: Favoriten für Mädchen.

 

Sommerfest der Generationenplattform – Feiern Sie mit!

Am Sommerfest der Generationenplattform treffen sich jedes Jahr die Bewohnerinnen und Bewohner aus der Nachbarschaft Norwegerviertel und Erzherzog-Karl-Stadt, denn es gibt vielerlei Angebote, Musik, Köstlichkeiten, Spiel und Spaß für Jung und Alt. Heuer feiern wir am 29. Mai ab 15 Uhr, wie immer am Vorplatz der VHS Eibengasse – Feiern Sie mit und entscheiden Sie Vorort mit, wie sich der Platz verwandeln soll!

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Zum 7. Mal findet am sogenannten Platz des Kinderlachens das Sommerfest der Generationenplattform statt. Das bunte Bühnenprogramm, Live-Musik, Köstlichkeiten aller Art und verschiedenste Angebote, stehen dieses Jahr unter dem Motto „Balance für dich und mich“: Für Jugendliche gibt es einen Jugendcorner mit Wuzzler und Relaxzone, für Kinder Spiel- und Bastelstationen, außerdem eine Hüpfburg! Passend zum Motto können Sie Ihre Balance auf einer Slackline austesten. Wer sich genug ausgetobt hat, kann sich im (Riesen-)Schach probieren, ein professioneller Trainer steht mit Tipps beiseite. Bei einer Rätselrallye lernen Sie die vertretenen Initiativen kennen und können Sie tolle Preise gewinnen. „Mini-KünstlerInnen“ zeigen ihre Werke in einer Vernissage inklusive KünstlerInnencafé.

Kinder und Jugendliche der VHS-Tanzkurse, der GTVS Wulzendorfstraße und der Löwenschule Aspern zeigen auf der Bühne was sie gelernt haben. Ab 18 Uhr spielt uns Mario Malidus Musik zum Mitsingen, Mitschunkeln und Mittanzen.

Für unsere Verpflegung ist wie immer gesorgt, dieses Jahr ergänzt durch ein Buffet aus „geretteten Lebensmittel“ von der foodsharing-Initiative. Kein Wunder, dass jedes Jahr über 200 Nachbarinnen und Nachbarn das Sommerfest gerne besuchen.

„Balance für dich und mich“ ist das Jahresmotto der Generationenplattform – der Platz des Kinderlachens soll in Zukunft die Menschen, die ihn nutzen in Balance zwischen Bewegung und Entspannung bringen: Seit Ende April laden zwei türkise Enzos zum Verweilen und Ausruhen ein. Ende Juni wird der Platz von bespielbaren Bodenmarkierungen geschmückt. Entscheiden Sie mit und wählen Sie aus den beim Sommerfest am 29. Mai vorgestellten Varianten Ihre Lieblingsvariante aus. Jene mit den meisten Stimmen gewinnt!

Das Kernteam der Generationenplattform besteht aus VertreterInnen der Donau-VHS, der Kinderfreunde, der wohnpartner, der mobile Jugendarbeit SEA, der Bezirkskoordinatorin der Donaustadt und der AgendaDonaustadt. Die Gruppe setzt sich seit 2007 für ein generationen- und kulturenübergreifendes Zusammenleben in den Asperner Stadtteilen Norwegerviertel und Erzherzog-Karl-Stadt ein. Das Team steckt jährlich zwei Mal viel Liebe in die detaillierte Planung und Durchführung der Feste am Platz des Kinderlachens. „An der Generationenplattform gefällt mir gut, dass man gemeinsam so viel bewirken kann. Ich find es einfach schön so etwas Tolles auf die Beine zu stellen und dann das Ergebnis zu sehen, dass sich viele Generationen gut unterhalten können und so begeistert mitmachen.“, sagt Maria Mitteröcker von der VHS Eibengasse.

Feiern Sie am 29. Mai ab 15 Uhr mit uns das Sommerfest der Nachbarschaft, wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Mehr Infos über die Generationenplattform finden Sie unter www.generationenplattform.wordpress.com

Volksopernviertel 1938

,,Das Haus Fluchtgasse 7 befindet sich im sogenannten Volksopernviertel im 9. Wiener Gemeindebezirk. Schon lange hatte ich den Verdacht, dass auch in diesem Haus, in dem ich wohne und arbeite, einige Spuren der Verfolgung durch das Nationalsozialistische Regime zu finden sein könnten.

Im Mai 2005 schließlich erfuhr ich, dass Schülerinnen und Schüler eine Datenbank mit dem klingenden Namen „A Letter to the Stars“ erstellt hatten.

Diese Datenbank ermöglicht festzustellen, ob an einer Adresse in Österreich Opfer des Nationalsozialismus wohnhaft waren. Nach Eingabe meiner Adresse wurde ich – leider – fündig. …..“

So beginnt die Geschichte, mit der Beatrix Wimmer im Oktober 2013 an die Lokale Agenda Alsergrund herangetreten ist. Acht Jahre lang hat Fr. Wimmer an dem Wissen um die Vergangenheit ihrer Wohnung „gekaut“, um dann den Entschluss zu fassen aktiv zu werden und die Geschichte aufzuarbeiten.

Eine Projektgruppe startet durch!

Mit Unterstützung des Agendabüros wurden rasch weitere Interessierte gefunden, die an dem Projekt mitarbeiten wollen. Es gründete sich eine Agendagruppe und das Projekt nahm Gestalt an.

Es konnte eine Historikerin beauftragt werden, die eine wissenschaftlich fundierte historische Recherche vornahm. Nun wissen wir, dass insgesamt 27 (!) Personen, die im Haus Fluchtgasse 7 wohnhaft waren, in den Jahren 1938-1945 verfolgt, beraubt, vertrieben und ermordet wurden.

Lehmann. Digitalisierte Adressbücher von 1859 bis 1942

Lehmann. Digitalisierte Adressbücher von 1859 bis 1942

Die Gruppe hat Kontakt mit der Leitung der Volksoper aufgenommen, mit dem Ersuchen um Unterstützung bzw. Kooperation. Es stellte sich heraus, dass aktuell an einer Dissertation gearbeitet wird, deren Thema die Erforschung der Schicksale von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volksoper in der Zeit des Nationalsozialismus ist. Erfreulicherweise konnte eine gute Gesprächsbasis hergestellt werden und die Gruppe traf auf hohes Interesse, das auch eine Kooperation in Aussicht stellt.

Eine Vertreterin des Vereins „Servitengasse1938“, welcher aus einer Agendagruppe entstanden ist, unterstützt die regelmäßig die Agendagruppe.

Es gelingt auch mit Zeitzeugen Kontakt aufzunehmen, die ihre Jugend in dem Grätzl verbracht haben. Ein Telefonat mit einer Zeitzeugin aus Haifa (Israel) kommt zustande!

Ein Verein wurde gegründet und eine Homepage entsteht!

Die Gruppe beschließt eine Gedenktafel an dem Haus Fluchtgasse 7 anzubringen. Um diese auch finanzieren zu können, gründet die Gruppe einen Verein. Dies ermöglicht Spenden anzunehmen (jeder noch so kleine Betrag hilft) und um Förderungen ansuchen zu können.

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Gleichzeitig wird auch an einer eigenen Projekthomepage gearbeitet. Die Seite www.volksopernviertel1938.at ist entstanden – und alle sind berechtigterweise stolz darauf!

Die Gruppe hofft 2015 die Anbringung und Einweihung der Gedenktafel in der Fluchtgasse 7 vornehmen zu können.

Weiter verwenden, statt wegschmeißen! – Wiedner Innenhof-Flohmarkt

Unter diesem Motto steht auch der 6. Wiedner Innenhof-Flohmarkt am 25. April 2015. Von 10 bis 16 Uhr öffnen an diesem Samstag 54 Innenhöfe auf der Wieden ihre Tore. Die HausbewohnerInnen laden in ihre Höfe zum Flohmarkt ein – schauen Sie vorbei und lassen Sie sich von der Vielfalt in Ihrer Nachbarschaft überraschen!

Plakat_Innenhof_Flohmarkt_2015_A2

Die Idee ist ganz einfach: Hausgemeinschaften haben sich zusammen getan und öffnen am 25. April ihre Tore. Der Innenhof wird zum Flohmarkt, wo die HausbewohnerInnen nicht mehr Gebrauchtes aber noch Funktionierendes an die Frau oder den Mann bringen. Ganz im Sinne von „weiter verwenden, statt wegschmeißen“, findet alt Bewährtes ein neues Zuhause!

Nutzen Sie die Gelegenheit, um auf der Wieden zu flanieren, einen Blick in sonst nicht zugängliche Innenhöfe zu werfen, das eine oder andere Schnäppchen zu machen und neue Menschen in Ihrer Nachbarschaft kennen zu lernen.

Einen Plan mit den Flohmarkt-Standorten finden Sie auf unserer Homepage www.agendawieden.at

Lokales Wissen sammeln und Informationen weitergeben – das Stadtteil-Netzwerk Stadlau

02_stadlauDas Stadtteil-Netzwerk Stadlau trifft sich seit Herbst 2010 circa alle drei Monate, um lokales Wissen zu sammeln, aktuelle Themen in Stadlau auszutauschen und um Aktivitäten im Stadtteil zu initiieren. Rund 15 Personen die in Stadlau leben und arbeiten sind dabei: Pfarre Stadlau, Schulen (VS und NMS) in der Konstanziagasse, Stadlauer Kaufleute, wohnpartner, mobile Jugendarbeit SEA, Jugendzentrum Stadlau JuZeS, Stadtteilbüro der Oase22, Wiener Gesundheitsförderung (WiG), MA11-Amt für Jugend und Familie, AgendaDonaustadt Plus sowie engagierte BewohnerInnen. Die Vielseitigkeit der TeilnehmerInnen zeigt die Bedeutung des Stadtteil-Netzwerks. Lokal tätige Institutionen schätzen es sehr sich im Rahmen des Netzwerks regelmäßig zu treffen. Auch der Austausch mit BewohnerInnen wird als Bereicherung gesehen. Vice versa sehen die teilnehmenden BewohnerInnen eine große Chance im Austausch mit lokalen AkteurInnen.

Was genau passiert in den Netzwerk-Treffen?

Zentrales Ziel des Netzwerks ist das Kennenlernen neuer und alter StadlauerInnen. Ein wesentlicher Teil der Treffen widmet sich dem Austausch über das aktuelle Geschehen in Stadlau: was sind aktuelle Termine, welche Themen werden derzeit im Stadtteil diskutiert, was bewegt die StadlauerInnen, wie geht es den verschiedenen Generationen miteinander, wo gibt es Konfliktpunkte, was sind neue Projekte bzw. Pläne der Stadtentwicklung? Durch den ausführlichen Austausch sehen sich die TeilnehmerInnen des Netzwerks dann in der Rolle die Informationen in den Stadtteil zu tragen. Gespräche mit NachbarInnen, KundInnen, Mitgliedern und BesucherInnen werden dazu genutzt.

Für Gemeinderat und Agendabeauftragten der Donaustadt Josef Taucher stellt das Netzwerk in Stadlau einen besonders effektiven Gradmesser dar: „Das Netzwerk zeigt, was im Grätzl passiert und was der Stadtteil braucht. Es konnten außerdem in Kooperation und getragen vom Netzwerk sehr innovative Projekte für Stadlau umgesetzt werden. Neben Parkneugestaltung, Bauernmarkt, Familienmeile beim Kirtag und kleineren Initiativen ist es auch gelungen die Nachbarschaft im urbanen Dorf Stadlau zu stärken.“

Des Weiteren wurde ein „Reiseführer Stadlau“ erstellt, das Wissen des gesamten Netzwerks ist hier eingeflossen und weist auf die Stadlauer Schätze hin. Den Reiseführer erhalten Sie bei der AgendaDonaustadt oder digital auf der AgendaDonaustadt Website: www.agendawien22.at

Mit Hilfe des Reiseführers organisierte das Netzwerk Spaziergänge durch Stadlau. Teilgenommen haben: MitarbeiterInnen der MA14 und KAV-IT, neu zugezogene StadlauerInnen ebenso wie alteingesessene StadlauerInnen. Während der Spaziergänge wurden ganz persönliche Eindrücke und Erlebnisse weitergegeben.

Viele spannende Termine, Einrichtungen und Orte in Stadlau können auf auch der Homepage www.stadlau.100gruende.at nachgelesen werden. BewohnerInnen sind eingeladen die digitale Stadtteilplattform mit eigenen Tipps zum Stadtteil zu befüllen.

Außerdem unterstützt das Netzwerk diverse Veranstaltungen am Stadlauer Bauernmarkt, zB Urban Knitting im Stadlauer Park. SchülerInnen der Volksschule und NMS Konstanziagasse haben während des Bauernmarkts Bäume eingestrickt. Die Veranstaltung fand 2013 im Rahmen des Donaustadtkulturfestivals „auf zu neuen ufern 3“ statt.

Im heurigen Jahr widmet sich das Netzwerk dem Themenkreis „Orte der Begegnung“, hier zählt der öffentliche Raum genauso dazu wie die Zwischennutzung von leerstehenden Erdgeschoßlokalen oder das Schaffen von Anlässen des Zusammenkommens. Gemeinderat Josef Taucher freut sich schon auf „weitere sozial kluge, also smarte Projekte für Stadlau!“

Die Zukunftshandlung – Treffpunkt für vielfältige und gelebte Nachbarschaft auf der Wieden

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Sie sind vielleicht schon am Schaufenster der ehemaligen Tierhandlung in der Wiedner Hauptstraße 60b vorbei spaziert und haben die eine oder andere Information aufgeschnappt?! Aber Sie wissen nicht genau was die Zukunftshandlung der AgendaWieden ist? Die Zukunftshandlung wurde 2013 eröffnet und bisher exklusiv von Agenda-Gruppen und für Agenda-Veranstaltungen genutzt. Sie ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs für die Menschen auf der Wieden. Die Zukunftshandlung steht für Aktivitäten zur Verfügung, die lebendige Nachbarschaften fördern, zur Lebensqualität auf der Wieden beitragen und nicht kommerziell sind. Seit 2014 können alle WiednerInnen den Raum in diesem Sinn nutzen. Im Kalender auf der AgendaWieden Homepage, können Sie alle Termine nachlesen!

Wenn auch Sie die Zukunftshandlung gerne nutzen oder besuchen wollen, dann melden Sie sich bitte bei der AgendaWieden. Es gibt noch freie Zeitfenster!

Seit Jänner gibt es folgende regelmäßige Termine:

Begegnung auf Augenhöhe: In diesem Austauschformat wird die Begegnung zwischen Generationen angeregt und zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen. Die TeilnehmerInnen tauschen sich bei Kaffee und Kuchen mit Hilfe vorbereiteter Fragen zu unterschiedlichen Themen aus. Thema der ersten Begegnung ist “Was hat Lernen mit Bildung zu tun?”.
Wann? Mittwoch, 25. Februar 2015 um 18.30 Uhr

 
Lösung 4 you – Gruppengespräch am runden Tisch: In einem offenen Gesprächsklima können Ängste, Wünsche und Hoffnungen geteilt werden. Ziel ist es im Gespräch voneinander zu lernen – der Austausch von Erfahrungen und persönlichen Geschichten soll die TeilnehmerInnen stärken. Die Gruppengespräche finden ungefähr alle drei Wochen statt.
Wann? Dienstag, 3. März 2015 um 19 Uhr

 
Foodcoop Wieden: Die erste Lebensmittelkooperative (Foodcoop) auf der Wieden befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Für die Gruppentreffen der Mitglieder wird die Zukunftshandlung genutzt. Wenn auch Sie mitmachen wollen, melden Sie sich bei Foodcoop1040@hotmail.com.
Nächster Info-Abend für Interessierte am Montag, 2. März 2015 um 19 Uhr

 
Grätzlwerkraum: Einmal pro Woche kann in der Zukunftshandlung gewerkt werden. Das Team des Grätzlwerkraums steht auch gerne mit Rat beiseite.
Alle aktuellen Termine in der Zukunftshandlung finden Sie auch hier.