Was es ist… Eine Nachlese zur Zwischennutzung in der Alserbachstraße

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Die Lokale Agenda Alsergrund bespielte Ende Mai eine leer stehende Bankfiliale in der Alserbachstraße. Über einen Zeitraum von 5 Tagen fanden öffentliche Vorlesungen und eine Theateraufführung statt. Ideen für eine Aufwertung der Alserbachstraße wurden in einer Ideenbank gesammelt und als Treff- und Vernetzungspunkt für die Nachbarschaft und der Agendagruppen fand am Sonntag der Agendabrunch statt.

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Ein Höhep

unkt der Veranstaltungsreihe war sicherlich das Vortragen des Gedichts „Was es ist“ von Erich Fried in mehr als 10 Sprachen: deutsch – englisch – französisch – luxemburgisch – italienisch – kroatisch – burgenländisch kroatisch – türkisch – kurdisch – tschechisch – ungarisch – russisch.

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Der Schriftsteller und Lyriker Erich Fried, verbrachte in diesem Haus seine Kindheit, bevor er 1938 vor dem Naziregime fliehen musste. Sein Liebesgedicht „Was es ist“ bringt sämtliche Gegenargumente, die der Liebe ihre Legitimität abzusprechen versuchen. Es sind meist dieselben Einwände, die gegenüber neuen Ideen für die Stadt eingebracht werden: unsinnig, aussichtslos, lächerlich oder unmöglich.

Mithilfe der Zwischennutzung der Bankfiliale soll die Alserbachstraße wieder verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit rücken. Die Belebung und Aufwertung der Straße soll in Gang gebracht werden. Die Veranstaltungsreihe schaffte es jedenfalls, die Aufmerksamkeit der vorbeigehenden und –fahrenden Personen auf die Lokalität zu ziehen, neue Personenkreise – wie Studierende oder KünstlerInnen – konnten in die Alserbachstraße gelockt werden. Wie nachhaltig dieses Interesse ist, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Diese Zwischennutzung kann jedenfalls nur ein erster Schritt zur Aufwertung der Straße sein, andere müssen folgen. Die Agendagruppe Alserbachstraße möchte daran weiter arbeiten und freut sich über zusätzliche UnterstützerInnen.

 

Die Zwischennutzung wurde auf Initiative von Nest, Agentur für Leerstandsmanagement ermöglicht, die ehemalige Bankfiliale in der Alserbachstraße / Ecke Liechtensteinstraße wird noch bis Mitte Juli von anderen Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen bespielt.

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